Bürgerbegehren - Bürgerentscheid

Erläuterung

Die "Bürgerinitiative gegen Langenhorn 73" hat mit ihrem Bürgerbegehren folgende konkreten Forderungen:

  • "dass die bestehenden Bebauungspläne Langenhorn 26 und 45 und damit die gewachsenen Strukturen erhalten bleiben
  • und dass der Bebauungsplanentwurf Langenhorn 73, der einen Abriss der Wulffschen Siedlung, die Erhöhung der Geschossigkeit und der Grundfläche der Gebäude sowie die Beseitigung vorhandener Grünflächen ermöglicht, nicht rechtswirksam wird"
Sofern dieses Bürgerbegehren vom Bezirksamt für zulässig erklärt wird (nähere Erläuterungen auf unserer Seite Bebauungsplan Langenhorn 73) gibt es rein theoretisch noch die Möglichkeit, dass die Bürgerinitiative ihr Bürgerbegehren zurück zieht.

Die Alternative hierzu wäre die Durchführung des Bürgerentscheides. Würde sich hierbei die "Bürgerinitiative gegen Langenhorn 73" durchsetzen, wäre die Überplanung des Gebiets bis auf weiteres vom Tisch und das alte Planrecht würde unverändert gelten.

Dies bedeutet für die Wulffsche Siedlung, dass sich auf Jahre hinaus hier bei uns nichts ändern würde, außer weiterer Einzelmaßnahmen, die aber langfristig für die gesamte Siedlung keine Verbesserung bringen würden.

Ein weiterer Stillstand des Bebauungsplanverfahrens für unsere Siedlung oder das Rückfallen auf das alte Planrecht kann also absolut nicht im Sinne der Mieterinnen und Mieter der Wulffschen Siedlung sein!

Position des Mieterbeirates der Wulffschen Siedlung

Der Mieterbeirat, distanziert sich vehement von der "Bürgerinitiative gegen Langenhorn 73" und deren unwahrer Darstellung in der Öffentlichkeit über unsere Wohnsituation und uns Mieter.

 

Wir wollen uns nicht für die wahren Belange der angrenzenden Grundbesitzer öffentlich missbrauchen lassen.

 

Wir wollen uns nicht von der "Bürgerinitiative Langenhorn 73" und deren Unterstützer, dem " Hamburger Mieterverein e.V. Mieter helfen Mietern" wie in deren Schreiben vom 27.  April 2011 in "gute und böse Mieter aufteilen" lassen. Die Eigenschaften "gut" und "böse" haben aus unserer Sicht absolut nichts mit "gut informiert und beraten" zu tun.

 

Natürlich haben wir Mieter unterschiedliche Meinungen, auch zu den geplanten Veränderungen unserer Siedlung. Dennoch sind wir alle Mieter und Nachbarn der Wulffschen Siedlung, die sich täglich mit Respekt und Toleranz begegnen.

 

Wer, wenn nicht wir Mieterinnen und Mieter, kann sich ein glaubwürdiges Urteil über unsere Wohnsituation erlauben!



Sachliche Fakten !

Die Schlagwörter der "Bürgerinitiative gegen Langenhorn 73" in den zahlreich verteilten Flyern anläßlilch der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren sind zum Beispiel:

  • "Erhalt von gefragten und günstigen Wohnungen"

Fakt ist: Gefragt sind die Wohnungen in der Regel nur von Einzelpersonen oder von Personen, die ihre kurze Mietdauer schon bei Einzug absehen, da die Raumaufteilungen und Ausstattung der Wohnungen nicht zeitgemäß sind. Die weiter alternden Wohnungen führen zwangsläufig zu einer Veränderung des sozialen Umfeldes.

Unsere Wohnungen sind überwiegend ca. 49-52 qm klein, aufgeteilt auf bis zu 2,5 kleine Zimmer. Das ist wohl kaum als familien- oder altengerecht zu bezeichnen.

 

  • "klimaschonende Modernisierung – keinen ökologisch unsinnigen Abriss"

Fakt ist: Rechnerisch bedeutet eine energetische Modernisierung nach neuesten technischen Richtlinien der veralteten Wohnbausubstanz der Wulffschen Siedlung für alle Mieter auf Jahre hinaus eine enorme Mietpreissteigerung, so dass die Miete der einer Neubauwohnung entsprechen würde, da der Vermieter laut geltendem Gesetz diese Kosten auf die Mieter umlegen kann.

Das würde bedeuten, die nicht zeitgemäßen Grundrisse der Wohnungen würden nicht verbessert - aber dafür müssen die Mieterinnen und Mieter mehr Miete zahlen !

 

  • "keine Vertreibung langjähriger Mieter, die z.T. alt und hilfsbedürftig sind"

Fakt ist: Die Eigentümer der Siedlung haben unmissverständlich klar gemacht, dass der Neubau der Siedlung schonend und langfristig geschehen soll, wobei der "Gartenstadtcharakter" mit dem alten Baumbestand erhalten bleiben soll.

Für ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Mitmieter ist es aufgrund der baulichen Gegebenheiten nahezu unmöglich, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Ein eventueller Umzug wird, mit Unterstützung des Mieterbeirates, so schonend wie möglich angestrebt. Für die Mieter mit unbefristeten Mietverträgen (und das ist die Mehrheit) besteht die Möglichkeit, durch Verhandlungen mit ihrem Vermieter ihre Interessen zu vertreten.